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Prinz Mukki war in den USA geboren, wo
er auch seine Kindheit und Jugend verbrachte. Schon als Welpe wußte er
nicht, was er mit anderen Hunden anfangen sollte. Während andere
herumtollten, stand er bloß und schaute. Dann
hatte er noch 2 Operationen wegen Ellbogendysplasie.
Als er älter wurde, wurde er mehr und mehr aggressiv gegen andere Hunde. Ich
hatte ihn in einem Kurs vom dortigen Tierschutzverein, der aber nur wenige
Wochen dauerte und zusätzlich unter voller Kontrolle stattfand. Interaktion
mit anderen Hunden war nicht möglich. Auch reichte die Zeit nicht,
um Hund und Hundeführer einzuschulen.
Prinz Mukki wurde als gefährlicher Hund eingestuft, da er einen Jogger
ansprang. Es ist zwar nichts geschehen, weil er einen Beißkorb trug, aber
die ganze Gemeinde steigerte sich in ein “gefährliches Hund Syndrom“ und
totale Hysterie. Ich traute mich kaum mehr auf die Straße.
Dann
übersiedelten wir nach Neusiedl. Monatelang wich ich jedem Hund aus,
indem ich in die Felder abzweigte. Mukki konnte natürlich meine Angst spüren
und war kaum zu kontrollieren. Dann kam Regina und ihre Rasselbande zur
Rettung. Mukki geht wieder zur Schule und lernt, obwohl er bereits über 6
Jahre alt war, daß nicht jeder Hund sein Feind ist. Er hat auch mit einigen
Hunden Freundschaft geschlossen und kümmert sich um andere viel weniger.
Hier werden Hunde mit Liebe und Belohnung geschult, nicht mit Strafe und
Gewalt. Auch ist die Bevölkerung hier nicht so hysterisch. Als er von einem
Jogger überrascht wurde und ihn ansprang, blieb der Mann ruhig stehen, bis
ich meinen Hund wieder eingesammelt hatte. Mukki gedeiht in der ruhigen
Atmosphäre. Seine Angriffe sind nicht mehr so ernst gemeint. Er läßt sich
leichter ablenken und kontrollieren. Er hat bereits 3 Prüfungen abgelegt
(BGH A und 1 und Breitensport). Er ist begeistert
beim Turnen (wie wir Agility nennen).
Wie gesagt, Lamm ist Mukki noch lange keines – der Beißkorb bleibt aus
Sicherheitsgründen. Aber wir gehen weiterhin zur Schule und haben sehr viel
Spaß miteinander. Ich kann ihn ohne Leine laufen lassen,
weil er kommt, wenn ich ihn rufe. |